Auf Wiedersehen!

Alles hat seine Zeit, auch unser Verein. Nach gut siebzehn Jahren des Wirkens im Sinne der Porzellankunst, haben wir uns entschlossen, ihn mit dem 31.12.2018 aufzulösen. Das tun wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Können wir doch auf eine bewegende Vereinsgeschichte zurück schauen. Im Oktober 2001, in einer Zeit der Verunsicherung und neuer Herausforderungen gegründet, war unser ursprüngliches Ziel, die Arbeit der Sächsischen Porzellan-Manufaktur Dresden, besonders im Bereich der künstlerischen Arbeit mit Porzellan, zu unterstützen.

2002 richteten wir unser erstes Künstlersymposium "Arkadien liegt in Potschappel" aus. Dem folgten weitere Symposien, Workshops, Kurse, Exkursionen und insgesamt dreiunddreißig Ausstellungen. So lernten wir zunehmend autark zu arbeiten. Was sich dann auch im Jahr 2014 mit dem Umzug ins Freitaler Technologie- und Gründerzentrums ausdrückte.

Vor allem unser Projekt "100 Blüten", welches wir in Form einer Wanderausstellung an prominenten Orten zeigten, erhielt viel Zuspruch.

Leider blieb die erhoffte "Verjüngung" unserer Mitgliederstruktur aus, sodass wir nun die Konsequenzen ziehen. Trotzdem wird uns die Liebe zum Porzellan in all ihren Facetten weiterhin kollegial verbinden.

Wir danken allen Mitgliedern, Unterstützern und Freunden für die gute Zusammenarbeit und sagen "Auf Wiedersehen!"


Schenkung an das Stadtmuseum Dresden

 Am 9.12.2018 erfolgte die offizielle Übergabe zweier Porzellanbüsten aus der Sammlung unseres Vereins an Dr. Holger Starke, seines Zeichens Kustos des Stadtmuseums Dresden. Bei den beiden Büsten handelt es sich um die Porträts zweier Persönlichkeiten die aus der Geschichte Dresdens nicht mehr wegzudenken sind. Die Berliner Künstlerin Ursula Linke schuf 2002 das Porträt von Carl-Maria von Weber, das Porträt von Viktor Klemperer ist ein Werk von Prof. Ulrich Eißner.


EINBLICK – Figuren und Reliefs von Christa Donner

Unsere neue Schaufensterausstellung zeigt noch bis Ende November Figuren und Reliefs von Christa Donner. Nach ihrer Lehre an der Sächsischen Porzellanmanufaktur Dresden, studierte sie von 1982 bis 1988 Plastik bei Helmut Heinze und Dietrich Nitzsche an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Seitdem arbeitet sie freischaffend als Bildhauerin und Keramikerin.

Sie ist Mitbegründerin des Künstlerinnen-Vereins »Dresdner Sezession 89 e.V.« und der »Kreativen Werkstatt Dresden e.V.«. Dort ist sie auch als Kursleiterin tätig. In der derzeitigen Ausstellung zeigt sie keramische Büsten, Tierfiguren und Relief-Assemblagen. Dabei spürt man die Suche nach der einfachen Form, der verhaltenen Bewegung und der nuancierten Oberflächenbearbeitung. Wir laden herzlich ein zur Midissage am 2. November 2018 um 18 Uhr.


Vereinsausflug nach Chemnitz

Warum in die Ferne schweifen? Das Gute liegt so nah! Und so führte uns unser 5. Vereinsausflug am 6. Oktober 2018 in die »Stadt der Moderne«.

Erste Station war das Industriemuseum Chemnitz. Auf dem Gelände einer Gießerei entstand hier im Jahr 2003 ein Museum zur Technik-, Sozial-, Wirtschafts- und Kunstgeschichte vom Beginn des Industriezeitalters bis in die Gegenwart. Herr Heinze führte uns kompetent durch die Ausstellung und machte uns wieder einmal bewusst wie viele Innovationen von Sachsen aus in die Welt gingen.

Zweite Station war die Villa Esche auf dem Kapellenberg. In der rekonstruierten Remise der Villa konnten wir uns stärken. Das dort befindliche Restaurant bietet in stilvoller Atmosphäre internationale Küche und regionale Spezialitäten.

Zu Beginn des darauffolgenden Rundgangs führte Dr. Klaus-Peter Arnold in die Geschichte des Hauses ein und sprach über das Wirken von Henry van de Velde.

 Zum Abschluss ließ es sich unser Fahrer Herr Fromm nicht nehmen noch einen Abstecher zum berühmten »Nischel« im Stadtzentrum zu machen. Gerade zum 200. Geburtstag des deutschen Philosophen war es uns eine Ehre für das traditionelle Gruppenfoto vor seinem Konterfei zu stehen.

 


Atelierbesuch bei Małgorzata Chodakowska

Anläßlich unserer Ausstellung »Dresdner Porzellan – Mythos, Repräsentation, Inspiration«, welche im Jahr 2012 im Stadtmuseum Dresden gezeigt wurde, entstand in Zusammenarbeit mit der Dresdner Bildhauerin Malgorzata Chodakowska eine Porzellanbüste. Da die Umsetzung der Holzskulptur sehr aufwändig war, konnten nur zwei Exemplare ausgeformt und gebrannt werden. Eins der beiden Exemplare ging, zum Dank für die finanzielle Unterstützung des Projektes, in den Besitz der Ostsächsischen Sparkasse Dresden über. Das zweite Exemplar, der sogenannte Artist Proof, wurde nun nach sechs Jahren Ausleihzeit, der Künstlerin übergeben. Dafür empfing die Künstlerin Mitglieder des Vereinsvorstandes in ihrem Atelier, welches sich malerisch in mitten des Zimmerlingschen Weinbergs in Pillnitz befindet. Nach der Übergabe führte uns die Künstlerin noch durch Atelier und Schauräume und erzählte über ihren künstlerischen Werdegang. Wir danken für diesen sehr anregenden Samstagnachmittag.

 


Finissage »SCHWARZ, WEISS, BUNT«

Am Donnerstag, den 9. August 2018 beendeten wir nun, mit einem weinenden und einem lachenden Auge, unsere kleine, aber feine Ausstellung mit den Ergebnissen des Reneé-Reichenbach-Kurses. Umrahmt wurde die Finissage von Klavierstücken die uns die beiden Söhne von Hannes Pfeiffer spielten. Danach bedankte sich Angelika Grießing im Namen des Vorstandes bei Gudrun Sochorik für die Organisation des Kurses. Gudrun Sochorik ihrerseits stellte nocheinmal die einzelnen Exponate und ihre Besonderheiten vor. Den Schluss bildete ein großes Einpacken. Zurück blieben verwaiste Ausstellungsflächen, welche jedoch recht bald wieder mit neuen Werken gefüllt sein werden.


»Tag der Kunst« Pirna 2018

Nachdem wir im vergangenem Jahr auf eine Teilnahme verzichtet haben, waren wir dieses Mal wieder mit dabei, beim 18. »Tag der Kunst« in Pirna. Bei schönstem Wetter wurde am 30. Juni und am 1. Juli die Kunst gefeiert. Eröffnet wurde das Wochenende mit einer Eröffnungsveranstaltung in der Alten Feuerwache.

Unser Verein fand in der Schmiedestraße 27 Quartier. Die autofreie Schmiedestraße wird jedes Jahr zur Freiluftgalerie. Vierundzwanzig Künstler befassten sich in diesem Jahr mit dem Thema »Narrenschiff«. Die Straßengalerie kann man noch bis Anfang Herbst besichtigen.

Erfahrungsgemäß wurde unsere Ausstellung am Sonnabend nicht besonders stark frequentiert. Dagegen kam es am Sonntag zu einem regelrechten Andrang von interessierten Besuchern. Was uns sehr gefreut hat.

Folgende Vereinsmitglieder haben sich an der Aktion beteiligt: Brigitte Baetke, Angelika Sorg, Gudrun Sochorik und Regine Kunze. Die Betreuung übernahmen an beiden Tagen Angelika Sorg und Regine Kunze. Herzlichen Dank Dafür!

Fotos: Regine Kunze und Steffen Petrenz


SCHWARZ, WEISS, BUNT

Nun ist es soweit, seit der vergangenen Woche ist unsere Schaufensterausstellung »Schwarz, Weiss, Bunt« komplett. Zu bestaunen gibt es die Ergebnisse unseres Kurses »Gebaute Kostbarkeiten aus farbigen Tonen und Porzellanmassen – Intarsientechnik«, den die hallensische Keramikkünstlerin Reneé Reichenbach im März gab. Zu sehen ist die Präsentation bis Anfang August. Am 9.8. beenden wir die Ausstellung mit einer Finissage. Schon jetzt laden wir alle Beteilgten und Interessierten dazu ein.


Schaufensterausstellung von Brigitte Baetke

Seit Februar zeigen wir an den Wänden und im Schaufenster unseres Vereinsraums eine Ausstellung mit Malerei und Porzellanobjekten von Brigitte Baetke. Sie ist seit einigen Jahren Mitglied unseres Vereins und nahm an diversen Kursen und Workshops zum Thema Porzellangestaltung teil. Außerdem besucht sie den Malkurs der Dresdner Malerin Peggy Berger. Die erstaunlichen Ergebnisse dieser Auseinandersetzung mit Farbe und Porzellan sind noch bis April zu bewundern.


Kurs mit Reneé Reichenbach

Vom 2. bis 4. März luden wir zum Kurs »Gebaute Kostbarkeiten aus farbigen Tonen und Porzellanmassen – Intarsientechnik« ein.

Die hallensische Keramikkünstlerin Reneé Reichenbach gab dabei ihr Wissen an sieben TeilnehmerInnen weiter. Der Kurs fand wieder im Keramikkeller der Musik-, Tanz- und Kunstschule Bannewitz statt. Die Ergebnisse werden im Frühjahr in Form einer Schaufensterausstellung im Technologie- und Gründerzentrum Freital gezeigt. Bis dahin sind wir gespannt wie die Objekte aus dem Feuer kommen werden.


»100 Blüten« in der Porzellankirche

Seit dem 1. Februar 2018 ist unsere Installation »100 Blüten« in der Porzellankirche auf der Leuchtenburg in Thüringen zu sehen. Den Aufbau begleitete ein Kamerateam des MDR. Der Beitrag wurde am 31. Januar im Journal des MDR-Thüringen gezeigt. Außerdem berichtete die Ostthüringer Zeitung. Die Installation ist bis zum 28. März  auf der Leuchtenburg zu sehen. Ein Besuch lohnt sich!


Mitgliederversammlung

Am 26. Januar 2018 traf sich unser Verein zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung. Die anwesenden Vereinsmitglieder wurden in einem Rückblick von Dr. Klaus-Peter Arnold und Olaf Stoy über unsere vielfältigen Aktivitäten des vergangenen Jahres informiert. Mit einem Finanzbericht ergänzte Angelika Grießing die Rückschau. Der derzeitige Vorstand wurde wieder gewählt. Auch für das Jahr 2018 gibt es interessante Pläne. So zum Beispiel die Präsentation unserer Installation »100 Blüten« in der Porzellankirche der Leuchtenburg in Thüringen, eine Exkursion ins Grassi-Museum Leipzig und die Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen, wie den Kultur(all)tagen in Freital, der 2. Porzellabiennale in Meissen und dem Kunstweihnachtsmarkt »Sonne, Mopnd und Sterne«. Besonders danken wir Dr. Klaus-Peter Arnold, Angelika Grießing und Regine Kunze für die geleiste Vorstandsarbeit in den letzten zwei Jahren.


Einladung zum Kurs mit Reneé Reichenbach

Liebe Freunde der Keramikkunst,

auch für das Jahr 2018 wird es in der Musik-, Tanz- und Kunstschule einen Workshop in Zusammenarbeit mit dem Verein »Dresdner Porzellankunst« geben. Dieses Mal mit der international anerkannten Keramikkünstlerin Renèe Reichenbach aus Halle an der Saale.

 

Thema : Gebaute Kostbarkeiten aus farbigen Tonen und Porzellanmassen – Intarsientechnik

Ort der Durchführung: Musik-, Tanz- und Kunstschule, August-Bebel-Str. 1, 01728 Bannewitz / Zeit: 2. März bis 4.März 2018

 

Die Kursgebühr beträgt bei 10 Teilnehmern 200 € pro Person (ohne Material und Brand).
Da der Termin zeitnah bestätigt werden muss, bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis spätestens bis 30.12. 2017

per E-Mail an: mail@gudrun-sochorik.de oder per Telefon: 035203/31866 entgegen.
Grundlegende Kenntnisse, Fähig- und Fertigkeiten mit dem Material Ton werden vorausgesetzt. Mit freundlichen Grüßen
Gudrun Sochorik im Namen des Vorstands des Dresdner Porzellankunst e.V.

 

Eingefärbtes bzw. weißes Porzellan oder farbige Tone werden einer selbst bestimmten Ordnung folgend in die Oberfläche  einer Tonplatte eingewalzt und eingeschlagen bis diese Massen Intarsien gleich in der Oberfläche eingebettet sind. Dabei können sowohl großflächige Rhythmen entstehen, als auch sehr dichte und intensive Strukturen, erinnernd an die vom italienischen Glas her bekannte Millefioritechnik.

In Verbindung mit der Intention des Autors, ein bestimmtes, kostbar anmutendes, plastisches Objekt zu entwickeln, wirkt der selbst erzeugte Farbrhythmus inspirierend und bestimmt hilfreich die Formfindung mit. Aus den farbig strukturierten Tonflächen können verschiedenste Formen wie Röhren, Quader, Kuben, Kegelstümpfe und ähnliches entstehen. Mit diesen Einzelformen ist spielerisch freies Finden und Erfinden möglich.

 Dass man nicht alles vorher erdacht haben muss, sondern sich vom Vorhandenen leiten und inspirieren lassen kann, vielleicht dabei ein Prinzip entdeckt, dass Farb- und Formrhythmus ganz zwingend miteinander verbindet, ist das bestimmende Prinzip dieser Arbeitsweise.

 Der Workshop bietet die Möglichkeit, mit keramischen Mitteln und Maßen beispielsweise architektonische Formen selbst zu erfinden. Die formalen Übergänge vom Gefäß zum freien plastischen Objekt sind ganz und gar fließend und die Assoziation zur Architektur oft naheliegend.

 Ebenso können Vorstellungen vom Gefäß (Kanne, Schale, usw.) Ausgangspunkt diesbezüglicher Überlegung sein, oder die Suche nach einem geheimnisvollen, energiegeladenen, ganz persönlichem Gegenstand.